Digitalisierung im Maschinenbau ist kein Einmalprojekt
Auch wenn ein Unternehmen bereits seit Jahren erfolgreich im klassischen Engineering arbeitet, die Maschine funktioniert, die Abläufe etabliert sind und die Teams eigentlich ihre Prozesse kennen, kommen doch alle irgendwann an die Punkt, dass mit steigender Komplexität auch die Herausforderungen wachsen. Die Inbetriebnahmen dauern viel länger als geplant, Wünsche von Kunden und notwendige Änderungen müssen kurzfristig umgesetzt werden.
Spätestens jetzt kommt die Frage auf, wie sich Entwicklung, Simulation und Automatisierung besser miteinander verbinden lassen. Die Lösung sollte der erfolgreiche Einsatz einer Simulationsplattform wie iPhysics sein.
Wenn Unternehmen sich für die Zusammenarbeit mit uns entscheiden, starten wir nicht mit einer fertigen Lösung oder einem starren Projektplan, sondern zunächst mit vielen Gesprächen. Wir schauen gemeinsam auf die bestehenden Prozesse, sprechen mit den beteiligten Teams und versuchen zu verstehen, wo es im Alltag tatsächlich hakt.
Es ist nicht bestreitbar, dass die virtuelle Inbetriebnahme, digitale Zwillinge und vernetztes Engineering die Entwicklung von Maschinen und Anlagen grundlegend verändern. Gleichzeitig steigen aber auch die Anforderungen an Entwicklungsprozesse, Datenkonsistenz und interdisziplinäre Zusammenarbeit.
Wichtig dafür ist es also, die Zusammenarbeit nicht als ein isoliertes Softwareprojekt zu betrachten, sondern auf echte Zusammenarbeit über Fachbereiche, Systeme und Unternehmensgrenzen hinweg zu setzen.
Für uns von machineering ist eine langfristige Partnerschaft das Ziel, in der Prozesse gemeinsam weiterentwickelt, Wissen aufgebaut und Lösungen nachhaltig etabliert werden.
Warum klassische Projektlogik oft zu kurz greift
Vielen Industrieprojekte laufen immer noch nach dem alten Schema ab: Anforderungen definieren, Lösung implementieren und schließlich Projekt abschließen.
Das funktioniert vielleicht bei klar abgegrenzten Aufgabenstellungen, aber in der digitalen Produktentwicklung stößt man jedoch schnell an Grenzen. Denn Themen wie virtuelle Inbetriebnahme oder digitale Zwillinge entwickeln sich kontinuierlich weiter. Neue Anforderungen entstehen häufig erst während der Umsetzung. Datenmodelle müssen angepasst werden, Schnittstellen verändern sich und Simulationsmodelle wachsen mit dem Projekt. Gleichzeitig entwickeln sich Prozesse zwischen Mechanik, Elektrotechnik und Software weiter und neue Automatisierungskomponenten kommen hinzu.
Die eigentliche Herausforderung besteht daher nicht nur darin, ein Werkzeug einzuführen, sondern eine nachhaltige Arbeitsweise aufzubauen.
Zusammenarbeit entsteht im Gespräch
Viele der besten Ideen entstehen nicht in Workshops oder Pflichtenheften, sondern in ganz normalen Gesprächen. Oft sitzen wir mit Kunden zusammen und sprechen zunächst gar nicht über Funktionen oder Software. Stattdessen geht es um konkrete Situationen aus dem Alltag: Wo kostet ein Prozess unnötig Zeit? Welche Abläufe sind fehleranfällig? Welche Informationen fehlen während der Inbetriebnahme? Und an welcher Stelle stoßen bestehende Tools an Grenzen?
Gerade im Maschinen- und Anlagenbau sind diese Details entscheidend. Denn jede Anlage ist anders, jedes Engineering-Team arbeitet etwas unterschiedlich und viele Herausforderungen zeigen sich erst dann, wenn Mechanik, Elektrotechnik, Software und Simulation zusammenkommen.
Deshalb ist es so wichtig, dass wir nicht nur am Anfang eines Projekts, sondern während der gesamten Zusammenarbeit gut zuhören.
Immer wieder erleben wir, dass aus einer kleinen Frage plötzlich eine größere Idee entsteht. Ein Kunde beschreibt einen manuellen Arbeitsschritt, der jeden Tag Zeit kostet. Ein anderes Team berichtet von Problemen bei der Kommunikation zwischen SPS und Simulation. Oder es entsteht der Wunsch, bestimmte Abläufe früher testen zu können, lange bevor reale Hardware verfügbar ist.
Und genau aus solchen Gesprächen entwickelt sich iPhysics weiter. Viele Funktionen der Plattform sind nicht einfach so entstanden, sondern direkt aus Anforderungen unserer Kunden. Es entstehen häufig Lösungen, die später auch für viele andere Unternehmen relevant werden. Eine kleine Herausforderung in einem konkreten Projekt entwickelt sich plötzlich zu einer Funktion, die den Austausch zwischen Engineering-Systemen verbessert, die Kommunikation zwischen SPS und Simulation vereinfacht oder neue Möglichkeiten für virtuelle Inbetriebnahme schafft.
So wächst die Plattform Schritt für Schritt gemeinsam mit den Anforderungen aus dem Maschinen- und Anlagenbau. Und genau das verstehen wir unter Partnerschaft. Wir stellen nicht nur die Software bereit, sondern gemeinsam mit unseren Kunden entwickeln wir Lösungen die im Engineering-Alltag wirklich funktionieren.
Vom Tool zur Plattform
Besonders bei Themen wie der virtuelle Inbetriebnahme zeigt sich schnell, dass einzelne Tools allein selten ausreichen. Simulation betrifft heute nicht nur die SPS-Logik. Auch Materialfluss, Robotik, Safety, Bedienkonzepte und Datenkommunikation müssen berücksichtigt werden. Gleichzeitig arbeiten unterschiedliche Teams mit unterschiedlichen Anforderungen an denselben Modellen.
Genau deshalb verstehen wir iPhysics nicht als isoliertes Simulationstool, sondern als Plattform für vernetztes Engineering.
Die Plattform verbindet 3D-Simulation, virtuelle Inbetriebnahme, PLC-Anbindung, Co-Simulation, Datenintegration und modellbasierte Entwicklung in einer gemeinsamen Umgebung. Dadurch entsteht eine technische Grundlage, auf der unterschiedliche Disziplinen zusammenarbeiten können, ohne dass Informationen ständig zwischen verschiedenen Systemen übertragen oder neu aufgebaut werden müssen.
Partnerschaft ist für uns mehr als Support oder Projektbegleitung. Es bedeutet, gemeinsam technische Herausforderungen zu verstehen, Engineering-Prozesse weiterzuentwickeln und digitale Methoden nachhaltig im Unternehmen zu etablieren.
Gerade bei komplexen Themen wie der virtuellen Inbetriebnahme und dem digitalen Zwilling entsteht der größte Mehrwert dort, wo Zusammenarbeit langfristig gedacht wird.
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